{"id":955,"date":"2015-09-24T13:36:30","date_gmt":"2015-09-24T11:36:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segunda-feira.de\/?p=955"},"modified":"2015-09-24T13:36:30","modified_gmt":"2015-09-24T11:36:30","slug":"100-kilometer-sand-und-lehm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.segunda-feira.de\/?p=955","title":{"rendered":"100 Kilometer Sand und Lehm"},"content":{"rendered":"<p>Die Abk\u00fcrzung entpuppte sich nat\u00fcrlich als Scheinabk\u00fcrzung. Ich landete auf einer Hochebene, auf der auf circa 500 H\u00f6henmetern industrielle Landwirtschaft betrieben wurde. Die Stra\u00dfe bestand aus Sand und Lehm, teilweise in gutem Zustand. Ich kurvte ungef\u00e4hr 30 Kilometer auf Sandstra\u00dfen herum, bis ich so etwas wie die Hauptstra\u00dfe entdeckte. Mein Navi zeigte 126 Kilometer bis zur n\u00e4chsten Abbiegung. \u201eOkay\u201c, sagte ich mir. \u201eHier ist wenigstens nicht so viel Verkehr.\u201c<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe aus festgefahrenem Lehm und losem Sand, teilweise mit gr\u00f6beren Steinen gespickt, war mittelgut bis schlecht. Ich konnte zwischen 50 und 70 km\/h fahren. Ich \u00fcberholte eine Reihe von LKWs, die mit gerade einmal 20 bis 30 km\/h unterwegs waren. Schnell gerechnet: Bei dieser Geschwindigkeit braucht man vier bis sechs Stunden f\u00fcr eine Strecke von 120 Kilometern. Schei\u00df Job! Das Ganze erinnerte mich an unsere Fahrt durch Kasachstan, wo wir mit unserem Bus nicht schneller und teilweise langsamer unterwegs waren als die LKWs. Danke, Toyota, f\u00fcr den Fahrkomfort. Ich werde jeden Abend eine Kerze anz\u00fcnden, um deinen Ingenieuren zu huldigen.<\/p>\n<p>Ich machte etliche Videoaufnahmen, die jedoch nur ann\u00e4hernd die Weite und die Entfernungen wiedergeben k\u00f6nnen. Die Aufnahmen ver\u00f6ffentliche ich, sobald Bandbreite vorhanden ist.<\/p>\n<p>Die letzten 50 Kilometer der Strecke waren gn\u00e4digerweise Asphalt. Diesen Fahrbahnbelag lernt man erst zu sch\u00e4tzen, wenn mehrere Stunden auf losem, holprigen Untergrund unterwegs war.<\/p>\n<p>Nachdem ich das Anbaugebiet verlassen hatte, \u00e4nderte sich auch wieder die Landschaft. Es wieder ging abw\u00e4rts auf 250 H\u00f6henmeter, es wurde h\u00fcgeliger und die Landschaft wurde strauch- und baumreicher. Dann landete ich wieder auf der BR-135, von der ich zuvor abgefahren war. Sie war neu asphaltiert und extrem gut ausgebaut. Ich fuhr noch eine ganze Weile und bemerkte, dass die Siedlungen immer weniger wurden. Die Landschaft war sehr trocken. Ich \u00fcberquerte einige Flussbette, die vollkommen wasserlos waren. Ein Blick auf den Navi verriet mir, dass ich mich auf etwas mehr als 100 H\u00f6henmetern befand.<\/p>\n<p>Ich suchte mir einen Schlafplatz abseits der Landstra\u00dfe, indem ich einige Kilometer einer leicht verwilderten Sandstra\u00dfe folgte. Allradantrieb, ich danke dir! Den Sonnenuntergang betrachtend, wurden mir gewisse Zusammenh\u00e4nge zwischen Besiedlung und Landwirtschaft klar: Alles, was \u00fcber 500 Metern H\u00f6he liegt, flach und trocken ist, wird in Brasilien f\u00fcr industrielle Landwirtschaft genutzt. Hier sind kaum Menschen zu finden. Alles, was \u00fcber 250 Metern liegt, h\u00fcgelig und damit wasserf\u00fchrend ist, wird von traditionellen Kleinbauern bewirtschaftet. Hier findet man entlang der Stra\u00dfe eine Siedlung nach der anderen. An meinem Schlafplatz auf 100 H\u00f6henmetern ist es sehr flach und trocken. Die Landschaft kann man als Steppe bezeichnen. Hier wird h\u00f6chstens lockere Viehzucht betrieben.<\/p>\n<div class='polaroid-gallery galleryid-955' style='width:auto;'>\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-in-der-Steppe-1024x614.jpg\" title=\"Allein in der Steppe\" rel=\"polaroid_317803974\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-in-der-Steppe-140x140.jpg); width: 140px; height: 140px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-mit-Sonnenuntergang-1024x614.jpg\" title=\"Allein mit Sonnenuntergang\" rel=\"polaroid_317803974\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-mit-Sonnenuntergang-140x140.jpg); width: 140px; height: 140px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<a href=\"http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-am-Morgen-1024x614.jpg\" title=\"Allein am Morgen\" rel=\"polaroid_317803974\" class=\"polaroid-gallery-item showcaption\"><span class=\"polaroid-gallery-image\" title=\"\" style=\"background-image: url(http:\/\/www.segunda-feira.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Allein-am-Morgen-140x140.jpg); width: 140px; height: 140px;\"><\/span><\/a>\n\t\t\t<br style=\"clear: both;\" \/><\/div>\n\n<p>Die Nacht war sehr ruhig und erholsam. Es k\u00fchlte bis zum Morgen tats\u00e4chlich auf 25 Grad ab. Gut, dass es fast gar keine Insekten gab. So konnte ich wenigstens alle Fenster offen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abk\u00fcrzung entpuppte sich nat\u00fcrlich als Scheinabk\u00fcrzung. Ich landete auf einer Hochebene, auf der auf circa 500 H\u00f6henmetern industrielle Landwirtschaft betrieben wurde. Die Stra\u00dfe bestand aus Sand und Lehm, teilweise in gutem Zustand. 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